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Technische Weisung: Gleissicherung

Diese Weisung beschreibt die Maßnahmen, die erforderlich sind, um sicher im Gleis arbeiten zu können. Arbeiten im Gleisbereich sind gefährlich. Deshalb sollte die Arbeitssicherheit immer an erster Stelle stehen und folgende Punkte unbedingt eingehalten werden.

Diese Anweisung gilt für alle Arbeiten im Gleisbereich, an denen Mitarbeiter der waggon24 GmbH beteiligt sind.

Bei jedem Einsatz sind der Personalausweis, sowie ein Handy (geladen) mitzuführen. Vor Einsatzbeginn ist die entsprechende Schutzkleidung anzulegen. Dazu zählen Helm, Arbeitsschutzkleidung in Warnfarbe bzw. Warnweste. Wird ein neuer Einsatzort angefahren so sind folgende Anweisungen unbedingt einzuhalten:

  1. Als erstes muss der Fahrdienstleister / Ansprechpartner vor Ort kontaktiert werden. Folgende Möglichkeiten bestehen, dies zu tun:
    1. Persönlich aufsuchen
    2. Telefonisch mithilfe des Smartphones
    3. Telefonisch mithilfe des GSM-R-Telefons (Bei Gleisanlagen der BD Netz und DB Cargo ist das GSM-R- Telefon zu verwenden.)
  2. Es wird sich bei dem Fahrdienstleiter / dem Ansprechpartner vorgestellt und die jeweiligen (ortsbezogenen) Sicherheitsvorschriften abgeklärt. Immer nach Besonderheiten vor Ort fragen.

Hinweis:
Bei GSM-R werden alle Gespräche zur Sicherung aufgezeichnet, deshalb ist es wichtig gewisse Gesprächsdisziplin einzuhalten (siehe Anhang).

  1. Anschließend wird abgeklärt, in welchen Gleisen die zu reparierenden Fahrzeuge stehen. Je nach Örtlichkeit, aber auch um an den schadhaften Wagen dran zu kommen, müssen eventuell mehrere Gleise gesperrt werden. Immer nach Durchfahrts- bzw. Schnellfahrgleisen fragen.
  1. Beim Betreten der Gleise wird im Arbeitsgleis die SH 2 Scheibe aufgestellt. Die letzten Wagen der Zugenden werden mit Hemmschuhen gesichert.
  2. Bei den Reparaturarbeiten bleibt das Team immer im abgesperrten Gleisbereich. Auch Arbeitsmittel (Generator usw.) stehen im abgesperrten Bereich und ragen nicht in das Profil des Nachbargleises hinein.
  1. Das zu reparierende Fahrzeug wird immer gegen Weglaufen mit zwei Hemmschuhen gesichert.
  1. Nach Arbeitsende wird das Gleis aufgeräumt.
  2. Nachdem alle Arbeiten erledigt sind und kein Mitarbeiter mehr das Gleis betreten muss, wird der Fahrdienstleiter bzw. der Ansprechpartner über die Beendigung der Arbeiten informiert. Muss das Gleis erneut betreten werden, ist dieses erneut entsprechend der hier aufgeführten Regeln zu sperren.

Achtung!
Sollte aus irgendwelchen Gründen ein unsicheres Gefühl bezüglich der Aufsichtsperson (wirkt unkonzentriert) oder ein anderer Verdacht bestehen (Alkohol, Drogen), so ist umgehend der AS, ein OM oder die GF zu informieren. Der Gleisbereich wird nicht betreten bis die jeweiligen Zweifel ausgeräumt sind.

GSM-R ist ein Kommunikationsstandard, der eine gezielte Kontaktaufnahme zu den zuständigen Fahrdienstleitern ermöglicht. Es ist ein vom Handynetz unabhängiges System und entlang des Streckennetzes der DB sehr gut ausgebaut. Das Gespräch wird aus Sicherheitszwecken immer aufgezeichnet. Für die Anmeldung der Arbeiten und dem notwendigen Sperren des Arbeitsgleises (und ggf. weiterer Nebengleise) sind die unten aufgeführten Regeln der Sprechdisziplin zu beachten.

Zur Wahrung der Sprechdisziplin bei der Gesprächsabwicklung muss beachtet werden:

  • Deutsche Sprache verwenden
  • nationale und internationale Buchstabiertafel gemäß Anhang 481.0204A04 verwenden (z.B. ich stehe an Signal Anton 2)
  • Notdurchsagen nicht unterbrechen
  • langsam, deutlich und in normaler Lautstärke sprechen
  • möglichst dialektfrei sprechen
  • zu Beginn des Gesprächs eindeutige Meldung der Teilnehmer, z. B. mit Namen, genauem Standort und eindeutiger Ortsbezeichnung, um gefahrdrohende Verwechslungen auszuschließen
  • Gespräche kurzfassen
  • Aufträge und Meldungen wiederholen.

Erstellt: PW
Geprüft: TL
Freigegeben: TL

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  • Zuletzt geändert: 2020/06/22 10:12
  • von tlanghoff